In dieser Theaterarbeit verwebt das Bernhard Ensemble zum 20-jährigen Jubiläum seines Bestehens unter der Regie von Ernst Kurt Weigel Martin Scorseses Kult-Film „Taxi Driver“ mit dem legendären Monolog „Herr Karl“ von Helmut Qualtinger und Carl Merz zu einem aufreibenden Theater-Mash-up mit Schauplatz Wien.

Was passiert, wenn man Scorseses „Taxi Driver“ mit dem brillanten und wortgewaltigen Monolog von Qualtinger zu einem neuen Theaterstoff vermischt? Regisseur Weigel lässt seinen Taxifahrer Travis in Wien fahren, montiert Passagen aus Film und Text völlig neu zusammen und kreiert damit ein brachiales Theaterstück im Wiener Slang, das direkt in die Abgründe dieser Stadt fährt und unter die Haut geht.

Travis kennt jede noch so verkommene Ecke in seiner Stadt, genauso wie die Seelen ihrer Einwohner. Steigen sie in sein Taxi, ist er ihren Launen ausgeliefert und muss sich ihre Geschichten anhören. Es kommt nicht selten vor, dass sich die Fahrgäste übergeben - und im übertragenen Sinn, bei ihrem Fahrer auch „auskotzen“. Während er sie an ihr Ziel bringt, kurvt er selbst planlos durch sein hoffnungsloses Leben.

Herr Karl, ebenso Taxifahrer, ist nicht nur Kollege, sondern auch ein wertvoller Ratgeber. Vieles läuft in Travis Leben schief. Zum Beispiel, wenn er frisch verliebt seine Angebetete ins Pornokino entführen will. Oder, wenn Travis eine Prostituierte rettet und dies in einem Blutbad endet.

Special-Taxi-Gäste waren bei der ersten Aufführungsserie:

05.10.: Claudia Kottal - 07.10.: Peter Hörmanseder - 10.10.: Hubert Kramar - 14.10.: Christian Dolezal - 15.10.: Pater Machowetz-Müllner - 17.10.: Titus Vadon - 20.10.: Michael Scheidl - 21.10.: Doris Uhlich - 24.10.: Claudia Kottal - 03.11.: Thomas Andreas Beck - 07.11.: Bernhard Fleischmann - 8.11. Clara Blume - 10.11.: Thomas Blimlinger

Konzept/Regie: Ernst Kurt Weigel

Performance: Rosa Braber, Isabella Jeschke, Leonie Wahl, Kajetan Dick, Michael Welz, Ernst Kurt Weigel

Musik: Bernhard Fleischmann

Bühne/Kostüme: Devi Saha

Regieassistenz/Technik: Jennifer Skriwan

Produktionsleitung/Presse: Monika Bangert, Simon Hajós

Foto: Walter Mussil

 

das.bernhard.ensemble

9., 12., 13., 16., 19., 20., 23., 25., 30. Okt.

3., 4., 6., 9., 10., 11., 13. Nov., jeweils 19:30

WHITE.BOX im DAS.OFF.THEATER Wien

Kirchengasse 41, 1070 Wien

karten@off-theater.at, 0676 360 62 06

 

Molnár vs Fincher

Fight Club feat. Liliom

Regie: Ernst Kurt Weigel

Performance: Isabella Jeschke, Leonie Wahl, Kajetan Dick, Gerald Walsberger, Michael Welz, Ernst Kurt Weigel

Bühne und Kostüme: Devi Saha

Musik: Bernhard Fleischmann

Regieassistenz: Jennifer Skriwan

Technik: Jennifer Skriwan, Christian Lieb

Produktionsleitung/Presse: Monika Bangert, Simon Hajós

Infos: OFF-THEATER

Kritik im Falter 42/18

Kritik auf Literatur outdoors

> INFO

 Wiederaufnahme!

17., 20., 23., 24., 27. Nov., jew. 19:30

WHITE.BOX im DAS.OFF.THEATER Wien

Kirchengasse 41, 1070 Wien

karten@off-theater.at, 0676 360 62 06

Regie: Ernst Kurt Weigel

Performance: Rosa Braber, Isabella Jeschke, Leonie Wahl, Kajetan Dick, Michael Welz, Ernst Kurt Weigel

Bühne und Kostüme: Devi Saha

Kostümassistenz: Florine Stuefer

Musik: Bernhard Fleischmann

Regieassistenz: Jennifer Skriwan

Technik: Jennifer Skriwan, Christian Lieb

Produktionsleitung/Presse: Monika Bangert, Simon Hajós

Kritiken: Standard, Ö1, nachtkritik.de, literaturoutdoors, europ. cultural news, Wiener Zeitung, Kurier, Kulturfüchsin

Mit freundlicher Genehmigung des

Thomas Sessler Verlags

> INFO

Das neueste Mash-up des bernhard.ensembles verwebt wieder zwei Meisterwerke: „Liliom“ von Franz Molnár und „Fight Club“ von David Fincher. Gewalt und Anarchie verbinden die beiden Stücke: Aus der Not heraus plant Liliom einen Raubüberfall. Edward Norton schlägt sich durch den 1999 gedrehten Film und steckt auch reichlich Schläge ein.

„Fight Clubs“ im Wiener Prater

In „LILIOM.CLUB“ verlegt Regisseur Weigel die Handlung nach Wien. Schauplatz ist der Wiener Prater. Andreas Zavoczki, Liliom genannt, ist ein Praterkeiler im Dienst der zweifelhaften Frau Muskat, versucht seine widersprüchlichen Gefühle in Selbsthilfegruppen zu bewältigen. Sein bester Freund Ficsur jedoch gründet geheime „Clubs“ auf Parkplätzen, in Kellern und Bars, wo Männer mit nackten Fäusten gegeneinander kämpfen, besessen von dem Plan, furchtbare Rache an einer Welt zu nehmen, in der es keine menschliche Wärme mehr gibt. Das Leben als Anarcho taugt dem Liliom so lange, bis plötzlich eine schöne Unbekannte seine Wege kreuzt.

Wann ist ein Mann ein Mann?

„Aggression und Gewalt, unterdrückt oder gelebt, sind im Menschen verankerte Verhaltensmuster,“ erzählt Regisseur Weigel zu dem Hintergrund seiner aktuellen Arbeit. „Mich hat interessiert, was ist Männlichkeit? Wie sieht der Kampf um das Mann-Sein aus? Was erwartet die Gesellschaft von Männern heute? Und: Ist die Anarchie nicht die einzig sinnvolle Lebensform in einer komplett durchgeknallten Welt?“

Regie/Konzept: Ernst Kurt Weigel

Performance: Isabella Jeschke, Leonie Wahl, Kajetan Dick, Gerald Walsberger, Michael Welz, Ernst Kurt Weigel

Komposition: b.fleischmann

Bühne und Kostüme: Devi Saha

Regieassistenz: Jennifer Skriwan

Technik: Jennifer Skriwan, Christian Lieb

Produktionsleitung: Monika Bangert

Presse: Simon Hajós

TERMINE „LILIOM.CLUB“

9., 12., 13., 16., 19., 20., 23., 25., 30. Oktober

3., 4., 6., 9., 10., 11., 13 November, jeweils um 19:30 Uhr

Foto: Walter Mussil